Motivation und Extremsport – eine Reise zu sich selbst

In der vergangenen Woche durften wir einen besonderen Abend mit Chris Gubbels erleben – vielen bekannt als unser engagierter Cocktailmixer bei den DIN-Tagen, wo er regelmäßig für den guten Zweck im Einsatz ist.
Diesmal stand er jedoch nicht hinter dem Tresen, sondern auf der Bühne und nahm uns mit auf seine ganz persönliche Reise in die Welt des Extremsports.
Mitreißend und authentisch berichtete er davon, wie man durch Disziplin, Willenskraft und den Mut, unbequeme Wege zu gehen, über sich hinauswachsen kann.

Motivation – eine tägliche Entscheidung

Chris machte deutlich: Motivation ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine tägliche Entscheidung. Es gehe nicht darum, sich auf die richtige Stimmung zu verlassen, sondern darum, einfach zu machen – auch wenn der innere Schweinehund lautstark protestiert.
„Disziplin fühlt sich besser an als Ausreden“, so sein Credo.

Vom Hobbysportler zum Ironman

Seine sportliche Laufbahn begann während der Corona-Pandemie, als Mannschaftssport plötzlich nicht mehr möglich war. Es zog ihn nach draußen – zunächst über kurze Distanzen von fünf bis sieben Kilometern bei sehr hohem Puls.
Mit der Zeit steigerte er sich bis zum Halbmarathon. Nicht lange nachdenken – einfach loslaufen!
Seinen ersten Marathon lief Chris – wie er selbst einräumt, etwas naiv – ohne besondere Vorbereitung. Es wurde ein Kampf gegen sich selbst, der ihn nachhaltig prägte.

Aus dem ersten Marathon entwickelte sich schnell der Ehrgeiz, die eigenen Grenzen immer weiter zu verschieben. Mit einem Freund nahm er am Zugspitz-Lauf teil, beim Chianti Ultra Trail bewältigte er in rund 20½ Stunden eine Distanz von über 120 Kilometern mit mehr als 5.000 Höhenmetern.
Im Frühsommer 2025 wagte Chris mit einigen Freunden schließlich den Ironman in Klagenfurt/Kärnten – ein Meilenstein, den er trotz beruflicher und privater Verpflichtungen meisterte.
Für ihn ist der Sport eine Lebensschule. Die mentale Einstellung, die er im Training verinnerlicht hat, überträgt sich auch auf den Beruf: Ehrgeiz, Fokus, Struktur und Zielorientierung.

Der Weg nach innen

Chris berichtet, dass viele Menschen den Laufsport als langweilig empfänden. Das stille, gleichmäßige Laufen zwinge einen jedoch dazu, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, stellt er fest.
„Man blickt nach innen, ist ganz auf sich selbst gestellt – und das ist für viele anstrengender als jeder Berglauf“, erzählt er.
Für ihn bedeutet das Laufen, Zeit für sich selbst zu haben, eine Gelegenheit, Gedanken zu sortieren, Energie zu tanken und Selbstvertrauen zu stärken.

Die Begeisterung für den Laufsport gibt er seit einigen Monaten auch im Another Running Club – @another.running.club (externer Link) – in Dinslaken weiter. Hier können Interessierte jeden Alters und mit jedem Fitnesslevel teilnehmen und vielleicht ihren persönlichen Weg nach innen finden.

Familie, Freunde und das nächste Ziel

So sehr Chris seine sportlichen Herausforderungen liebt, so betont er auch, wie wichtig ihm Familie und Freunde sind: „Sie geben Halt, erden, unterstützen – und holen mich notfalls auch aus einem Tief heraus.“

Nach dem Ziel ist vor dem Ziel. Aktuell peilt Chris für das Frühjahr 2026 ein weiteres Ultra-Trailrunning-Event der Spitzenklasse an: den Istria100-Lauf in Kroatien, knapp 170 Kilometer über rund 7.000 Höhenmeter – ein nächster Schritt auf seiner ganz persönlichen Reise.

Chris hat uns eindrucksvoll gezeigt, dass Motivation keine Frage des Talents ist, sondern des Tuns. Wer bereit ist, sich selbst herauszufordern, sich unbequemen Situationen auszusetzen und Verantwortung für die eigene Entwicklung zu übernehmen, kann über sich hinauswachsen – im Sport wie im Leben.

Wir bedanken uns bei Chris für den faszinierenden Einblick in sein ambitioniertes Hobby und wünschen ihm auf seinem weiteren Weg viel Erfolg beim Erreichen seiner gesteckten Ziele!

Veröffentlicht in Clubabend.