Brückentechnologie Fracking – Notwendiges Übel?

By | 13. Februar 2017

Dirk Ostermann referiert zum Thema Fracking

Am Offiziellen Abend im Februar hielt LF Dirk Ostermann einen spannenden Vortrag zum Thema „Fracking“. Bei den Meisten löst der Begriff „Fracking“ direkt negative Verbindungen zu Erfahrungen aus Amerika und der Schweiz aus. Dort wurden im Zusammenhang mit Fracking kleinere Erdbeben ausgelöst und haben für grundsätzlich negative Stimmung gesorgt.
Entsprechend zurückhaltend war auch die Meinung der anwesenden Lions zum Thema. Mit seinem sachlichen Vortrag konnte Dirk Ostermann aufklären und hat mit Fakten sowohl die positiven wie die negativen Aspekte aufgezeigt.

Huub Herman bedankt sich bei Dirk Ostermann für den informativen Vortrag zum Thema Fracking

So war zu erfahren, dass in Deutschland bereits über 300 „Fracks“ (vornehmlich in Norddeutschland) seit Beginn der 1960er Jahre vorgenommen wurden. Ein Feld wird im Schnitt 10 Jahre ausgebeutet, somit ist ein nicht unerheblicher Erfahrungsschatz in Deutschland vorhanden. Ernsthafte größere Schäden sind in dieser Zeit nicht zu verzeichnen gewesen.
Durch den Einsatz dieser Technologie kann aber der Zeitpunkt, an dem die fossilen Brennstoffe erschöpft sind, weiter verschoben werden. Diese Zeit müssen die Energieversorger nutzen, um alternative Energien so zu entwickeln, dass sie die fossilen Brennstoffe ersetzen können.
Der Einsatz von mit Chemikalien versetztem Wasser, um die im Gestein gebundenen Gasvorkommen zu erschließen, birgt Risiken. Das ist unbestritten. Die in Deutschland geltenden strengen Regeln und Genehmigungsverfahren lassen die Erschließung aber technisch beherrschbar und die Risiken kalkulierbar werden.
Das Fazit des Vortrags lautet daher: Ja, es gibt Risiken. Aber sie sind beherrsch- und überschaubar. Sie ermöglichen es, uns die Zeit bis zur Erschöpfung der fossilen Energievorräte zu verlängern und alternative, saubere Energiequellen zu erschließen.